Pierre-Auguste Renoir

Pierre-Auguste Renoir wurde am 25. Februar 1841, als Sohn einer Familie der Arbeiterklasse, in Limoges geboren. Als Renoir drei Jahre alt ist, zieht die Familie nach Paris in die nähe des Louvre. Mit 13 Jahren beginnt er eine Ausbildung zum Porzellanmaler in der er sich sehr geschickt anstellt und man sein Können in der Malerei früh erkennt und fördert.
Bei dem Schweizer Maler Charles Gleyre studiert er von 1861-1864 Malerei. Um seinen kreativen Horizont zu erweitern such er sich jedoch bald darauf neue Vorbilder und findet diese in Gustave Coubet und Diaz de la Pena.

1865 bis 1871 war er mit Lise Trehot zusammen, welche Modell, bei seinem ersten, im Pariser Salon, angenommenen Gemälde „Lise mit dem Sonnenschirm“, stand. Eines von unzähligen Gemälden, die auch als Kunstdrucke zu haben sind.

Renoir befreundete sich mit den Künstlern Claude Monet, Alfred Sisley und Frederic Bazille an und malt mit ihnen im Freien.
Trotz sehr guter Kritiken für seine Gemälde finden sich kaum Käufer, weshalb er 1869 in großer Armut lebt.

Nach dem Krieg von 1870 kehrt Renoir zu seinen Freunden Monet und Sisley zurück und konzentriert sich ganz auf die Malerei. Sowohl Landschaften als auch gesellschaftliche Anlässe machen ihm große Freude. Er versucht in die freudigen Tanzszenen, die viel Bewegung beinhalten, zusätzlich kleine Stillleben ein zubauen. Ein berühmtes Gemälde und Kunstdruck ist zum Beispiel der „Tanz im Moulin de la Galette“.

1870 gelingt ihm endlich der große Durchbruch, als er den Zollbeamten Victor Cocquet und den Verleger Georges Charpentier kennenlernt und Aufträge für Porträts erhält. Durch Madame Charpentier wächst Renoirs Bekanntheitsgrad in der höheren Gesellschaft, so dass er derart viele Aufträge für Portraits erhält, dass es ihm fast schon zu viel wird.
1882 portraitiert er, auf einer Reise nach Italien, den Komponisten Richard Wagner.

Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts lernt er Aline Charigot kennen mit der er zwei Söhne bekommt.
Nach einer künstlerischen Schaffenskrise und Neuorientierung findet er gegen Ende der 80er Jahre seine Freude an Farben und dem sinnlichen Malen wieder. Den impressionistischen Stil der 1870er lässt er jedoch hinter sich.

Auguste Renoir malt bis zu seinem Tod am 3. Dezember 1919 ,trotz langer schwerer Krankheit, unaufhörlich weiter. Mit etwa 6000 Werken zählt er zu den produktivsten Malern der Kunstgeschichte.

Ein kleiner Auszug von berühmten Gemälden Renoirs:

Der Maler Bazille an seiner Staffelei (1867)
Im Sommer (1868)
Die Schaukel (1876)
Die Welle (1879)
Richard Wagner (1882)
Die großen Badenden (1887)

Franz Marc

Franz Moritz Wilhelm Marc, geboren am 8. Februar 1880 in München, war ein deutscher Maler und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Expressionismus in Deutschland. Kunstdrucke seiner Gemälde sind weit verbreitet und nicht nur bei Kunstkennern beliebt.

Nach seinem Abitur entschied er sich zunächst Philosophie zu studieren und schrieb sich an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ein. Vor Beginn des Studiums musste Marc seinen einjährigen Militärdienst ableisten. In dieser Zeit kam er erstmals in Kontakt mit Pferden, die ihn noch Jahre später beschäftigen werden. Die Zeit beim Militär nutzte er sich Gedanken über seine Zukunft zu machen und entschied sich dann für den Weg des Künstlers. 1900 begann er sein Studium an der Münchner Kunstakademie.

Zusammen mit einem wohlhabenden Studienfreund bereiste Marc 1903 Frankreich. Er genoss es endlich einmal aus München raus zu kommen. In Paris besuchte er zahlreiche Museen und kopierte einzelne Bilder, studierte verschiedene Sehenswürdigkeiten und hielt das städtische Leben in Zeichnungen fest.

1904 verließ Franz Marc das elterliche Haus und richtete sich ein eigenes Atelier ein. Zu dieser Zeit hatte er auch eine sehr innige Affäre mit der neun Jahre älteren und verheirateten Kunstinteressierten Annette von Eckhardt. Auch wenn die Affäre schon bald ein Ende haben sollte, blieb Annette noch Jahre später eine wichtige Person für Marc.

Im April 1906 reiste Marc mit seinem Bruder nach Griechenland. Zwei in München kennengelernte Malerinnen, Maria Franck und Marie Schnür,  folgten ihm nach und es entwickelte sich eine Dreiecksbeziehung. Letztendlich heiratete Marc am 25. März 1907 die fünf Jahre ältere Marie Schnür. Am Tag darauf reiste Marc allerdings völlig überraschend nach Paris und ein Jahr später wurde die Ehe auch schon wieder geschieden.

Nach all den Turbulenten Jahren aus Chaos und Depression entschied sich Marc für einen Neuanfang. Neue Lebensgefährtin war Maria Franck.
Am 18. Dezember 1911 eröffneten Franz Marc, Wassily Kandinski und Gabriele Münter die erste Ausstellung der neu gegründeten Redaktionsgemeinschaft „Der blaue Reiter“.
Ebenfalls 1911 heiratete er seine Lebensgefährtin Maria Franck.

Zu Beginn des ersten Weltkrieges erhielt Marc den Einzugsbefehl. Nach zwei schrecklichen Kriegsjahren wurde Franz Marc 1916 in die Liste der bedeutendsten Künstler Deutschlands aufgenommen und damit vom Kriegsdienst befreit. Am 16. März 1916, ein Tag vor seiner Freistellung, ist Franz Marc jedoch  auf einer Erkundungsmission gefallen.

Bekannte Gemälde Franz Marcs:

Die gelbe Kuh (1911)
Blaues Pferd I (1911)
Zwei Katzen, blau und gelb (1912)
Rote Rehe (1912)

Sehr viele seiner Gemälde sind auch als Kunstdrucke verfügbar und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ole West

Der deutsche Maler Ole West wurde am 22. Mai 1953 in Wedel geboren. Sein Vater Gerhard, selbst ein Maler, erkannte Oles Talent und schickte ihn zum Zeichenunterricht bei dem Ortsansässigen Kunstmaler Albert-Ludwig Glaser. Von 1975 bis 1979 studiert West an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg mit den Schwerpunkten Kinder- und Jugendbuchillustration und Malerei. Mit dem Abschluss Diplomdesigner erhält er erste Berufspraxis beim NDR und Ernst-Deutsch-Theater, wo Entwürfe für Bühnenkulissen und Messeständen entstehen.

Ab 1982 verdiente West sein Geld als freier Maler und Zeichner. Auf der Insel Norderney gründet er eine Malschule für Erwachsene, welche fünf Jahre besteht. Ende der 80er Jahre entstanden auf Norderney auch seine Markenzeichen, die in vielen Gemälden auftreten und für die ihn viele Menschen kennen: Leuchtturm, Leuchtfeuer, Seezeichen, typische Stadt- und Landschaftselemente auf Seekarten. Kleine, limitierte Editionen und Kunstdrucke in hohen Auflagen, haben ihn bekannt und beliebt gemacht.

Von Norderney aus erweiterte West stets seinen Horizont. Reisen führen ihn durch Europa und in die USA. Wo er auch ist entstehen Gemälde mit regionalen Motiven. Seine Werke stellt er auf verschiedenen Ausstellungen in Deutschland, Holland, Dänemark und sogar in New York vor. Obwohl er für seine maritimen Gemälde berühmt ist, sind es nicht nur diese Bilder die von Sammlern gekauft werden. Wests technische Vielfalt bringt auch Gemälde mit anderen Motiven hervor, wie Alltagsgegenstände oder Kulinarisches. So entstehen Kunstdrucke in Kochbüchern.

Heutige Ausstellungen zeigen Wests große künstlerische Bandbreite, die neben seinen berühmten maritimen Gemälden entstanden.

Der Norden liebt Ole West, das zeigen die Auflagen für Kunstdrucke, Grafiken und Objekten, sowie die Besucherzahlen seiner Ausstellungen und Signierstunden und Ole West liebt den Norden, das zeigen alle seine Werke.

Marcus Pfister

Marcus Pfister wurde am 30. Juli 1960 in Bern geboren. Er ist ein Schweizer Bilderbuchautor und Illustrator.

Die ersten von Pfisters Gemälden entstanden an der Kunstgewerbeschule in Bern. Im Anschluss an diese künstlerische Ausbildung, absolvierte Pfister eine Berufsausbildung zum Grafiker. Nach vier Jahren schloss Pfister seine Lehre erfolgreich ab und arbeitete  für eine Werbeagentur.

Ab 1983 konzentrierte er sich auf eine Karriere als Künstler im Bereich Skulptur und Fotografie. Anschließend legte Marcus Pfister seinen Fokus zunehmend auf die Gestaltung von Kinderbüchern. Seine Gemälde, die als Kunstdrucke die Bilderbücher zieren, sind vorwiegend Aquarelle.1986 brachte er das erste seiner  Bilderbücher Die müde Eule heraus.

Ein weltweiter Erfolg gelang Marcus Pfister ab 1992 mit Der Regenbogenfisch. Dieses Bilderbuch wurde beim NordSüd Verlag veröffentlicht.  Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Fisch der mit seinem glitzernden, bunten Schuppenkleid auffällt.  Diese farbenfrohen Schuppen möchte er aber nicht mit den anderen Fischen teilen. Der Regenbogenfisch war schnell sehr beliebt. Marcus Pfister gestaltete daraufhin einige weitere Bücher mit Gemälden über den Regenbogenfisch. Die Bücher wurden in über 80 Sprachen übersetzt und haben sich über 15 Millionen mal verkauft. Der amerikanische Fernsehsender PBC produzierte 2000 eine 26-teilige Zeichentrickserie auf Basis von Pfisters Geschichte.

Das Buch wird kunstpädagogisch als wertvoll eingestuft. Pfisters Illustrationen sind zum Einen sehr verspielt und fantasievoll, also sehr kindgerecht. Zum Anderen sind die Abbildungen des Regenbogenfisches nicht „nur“ Kinderbilder, sondern Gemälde. Die junge Zielgruppe wird durch die Kunstdrucke in den Büchern spielerisch mit Kunst und Malerei in Berührung gebracht.

Pfister arbeitet weiterhin an seinen Illustrationen mit Aquarellen. Er lebt nach wie vor in Bern.

Einige seiner Werke:

  • Wer ist mein Freund?, 1986
  • Die müde Eule, 1986
  • Pit und Pat, 1989
  • Mirjam’s Geschenk, 1989
  • Sonne und Mond, 1990
  • Hoppel, 1991
  • Der Regenbogenfisch, 1992
  • Hoppel und der Osterhase, 1993
  • Pit ahoy!, 1993
  • Der Weihnachtsstern, 1993
  • Papa Pit und Tim, 1994
  • Till & Willy, 1994
  • Der kleine Dino, 1994
  • Hoppel lernt schwimmen, 1995
  • Regenbogenfisch, komm hilf mir!, 1995
  • Lieber Nikolaus, wann kommst du?, 1996
  • Wie Leo wieder König wurde, 1998
  • Der Regenbogenfisch stiftet Frieden, 1998
  • Kleiner Bär ich wünsch dir was, 1999
  • Der glückliche Mischka, 2000
  • Mats und die Streifenmäuse, 2000
  • Der Regenbogenfisch hat keine Angst mehr, 2001
  • Der Regenbogenfisch lernt zählen, 2001
  • Das Regenbogenfisch-Puzzlebuch, 2002
  • Das magische Buch, 2003
  • Henri der Künstler, 2004
  • Timo und Matto, 2005
  • Ein Glücksstern für Lukas, 2005
  • Der Regenbogenfisch kehrt zurück, 2006
  • Charly im Zoo, 2007
  • Ab ins Bett, Nils!, 2008
  • Monster-Party, 2008
  • Wenn du mal groß bist, Nils, 2009
  • Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee, 2009

Amedeo Modigliani

Der Maler und Bildhauer Amedeo Modigliani wird am 12. Juli 1884 in Livorno, Italien in eine großbürgerliche Familie hineingeboren.
In seiner Kindheit erkrankt er so heftig an Tuberkulose, dass er sich sein Leben lang nicht vollständig davon erholen kann. Seine Mutter unterrichtet ihn bis zu seinem 10. Lebensjahr zuhause. Es heißt, dass er, als er mit 14 an Typhus erkrankt, einen Fiebertraum hat, indem ihm seine Bestimmung als Künstler vorhergesagt wird.

Amedeo Modigliani lernt bei dem Maler Guglielmo Micheli und studiert später an der Kunstakademie in Florenz und Venedig, wo er sich mit Kunststilen der ganzen Welt beschäftigt. Daraufhin wandert er 1906 nach Paris aus und besucht die Freie Akademie Calarossi, an der er auch Picasso, Kees und Matisse kennenlernt.
Für spätere Plastiken eignet sich Modigliani einen speziellen Ausdruck an, doch die Bildhauerei musst er nach einiger Zeit wegen des Staubs und seiner geschwächten Lunge wieder aufgeben.
Die Malerei begann er mit Porträts seiner Künstlerkollegen, in denen er seinem früher erarbeiteten Ausdruck treu bleibt.
Die meisten Gemälde verschenkt Amedeo Modigliani an seine Freunde, weil sich keine Käufer für sie finden lassen. Viele weitere Bilder verbrennt er aus Verzweiflung.
Amedeo Modigliani stirbt am 24. Januar 1920 im Alter von nur 36 Jahren in Paris als armer Mann an den Spätfolgen seiner Tuberkulose und des Alkoholismus.

Amedeo Modigliani Gemälde finden zu seiner Zeit kaum Akzeptanz, und werden eher als Skandal angesehen. Verschiedenste Stilrichtungen werden von Amedeo Modigliani herangezogen, so bezieht er sich auf die Renaissance oder greift auf Merkmale der afrikanischen Kunst zurück. In einen Stil seiner Zeit lässt er sich nicht einordnen, was auch ein Grund für den geringen Erfolg zu Lebzeiten ist. Nach seinem Tod jedoch finden sich Freunde seiner Gemälde, die viel Geld für seine Werke bezahlen und auch Kunstdrucke erfreuen sich großer Beliebtheit.

Wichtige Amedeo Modigliani Gemälde

Die Jüdin, 1908, zeigt eine blasse Frau in düsteren Tönen.

Bildnis Diego Rivera, 1914, stellt einen fröhlichen, molligen Herrn in grün auf gelbem Hintergrund dar.

Leidender Akt, 1908, zeigt eine blasse, dürre Frauengestalt, die nackt in einer dunklen Umgebung sitzt.

Karyatide, 1911, ist ein Gemälde, das eine abstrahierte, rote Frau zum Motiv hat, die vor dem Betrachter kniet.

Selbstbildnis, 1919, zeigt Amedeo Modigliani selbst als jungen Mann mit Palette in der Hand

Jan Vermeer

Jan Vermeer van Delft, getauft am 31. Oktober 1632 in Delft, ist ein holländischer Maler des Barock.
Über sein Leben gibt es nur wenig handfeste Informationen. Viele Dinge die sein Leben betreffen basieren auf Spekulationen oder wagen Aussagen.

Jan Vermeer war das zweite Kind und der einzige Sohn seiner Eltern. Sein Vater Reynier Jansz zog 1611 von Antwerpen nach Amsterdam und arbeitete dort als Seidenweber.
Am 20. April 1653 heiratet Vermeer Catharina Bolnes. Sie bekamen 15 Kinder, von denen vier bereits früh verstarben. Vermeer musste neben der Malerei noch andere Einkommensquellen besessen haben, da er nur etwa drei Gemälde pro Jahr malte, er aber dennoch keine Schwierigkeiten hatte seine Großfamilie zu ernähren.

Bereits zu seinen Lebzeiten konnte Jan Vermeer gute Preise für seine Gemälde erzielen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitete Jan Vermeer auch als Kunstexperte. So prüfte er für den Kurfürsten von Brandenburg Friedrich Wilhelm eine Sammlung verschiedener Gemälde, die Wilhelm für eine Summe von 30.000 Gulden kaufen wollte. Vermeer bestritt vor einem Notar die Echtheit der Gemälde und erklärte, dass sie höchstens ein Zehntel des geforderten Preises wert seien.

In seinen letzten Lebensjahren verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation Jan Vermeers, so dass er Kredite aufnehmen musste. Auf Grund von Kriegen konnte er seine Bilder nicht mehr für den üblichen Preis verkaufen und war gezwungen sie unter Wert zu verschleudern. 1675 wurde Jan Vermeer schwer krank und starb kurz darauf. Am 15. Dezember 1675 wurde er in der Familiengruft in der Oude Kerk in Delft beigesetzt.

Über Jan Vermeers Werke:

Von Jan Vermeer gibt es nur sehr wenige Gemälde. Der Gesamtumfang wird auf ungefähr 40 Bilder geschätzt. Grund dafür ist sein Detailreichtum und Präzision die er in jedes einzelne Gemälde gelegt hat. Er lies sich für jedes Bild sehr viel Zeit, so dass er nur etwa 3-4 pro Jahr malte. Die ersten Werke Vermeers waren Historienbilder, bekannt wurde er allerdings für seine Genreszenen. Er malte meist bürgerlicher Interieurs mit ein oder zwei Frauen, manchmal auch Paaren. Seine Figuren werden fast immer in alltäglichen häuslichen Tätigkeiten gezeigt, jedoch auf eine sehr ruhige in sich versunkenen, meditativen Atmosphäre. „Ansicht von Delft“ und „Die Straße“ sind für seine Zeit sehr ungewöhnliche Stadtportraits, die draußen und nicht im Atelier entstanden sind.

Seine wohl bekanntesten Werke, die viele auch als Kunstdrucke kennen,  sind:
„Das Mädchen mit der Perle“
„Briefleserin in Blau“
„Spitzenklöpplerin“
„Goldwägerin“
„Der Maler in seinem Atelier“

Alphonse Mucha

Alfons Maria Mucha wurde am 24. Juli 1860 in Ivančice in Mähren geboren. Er war ein tschechischer Plakatkünstler, Grafiker, Illustrator, Maler und Kunstgewerbler, der als einer der herausragenden Repräsentanten des Jugendstils gilt. Mucha starb am 14. Juli 1939 in Prag.

Begonnen hat Mucha seine Laufbahn als Autodidakt. Da er von der Prager Akademie abgelehnt wurde, ging er von 1879 bis 1881 auf eine Schule für Bühnendekoration in Wien. Zusätzlich besuchte er eine Zeichenklasse. Er erhielt einige kleine Aufträge für dekorative Gemälde und wurde vom Grafen Karl Khuen-Belasi gefördert. Mucha wurde 1882 mit der Innenausgestaltung des neobarocken Schlösschen Emin zámek (Emmahof) bei Grusbach in Mähren beauftragt. Diese Wand-Gemälde entstanden für Eduard Khuen-Belasi. Weitere Malereien führte er im Stammschloss der Familie Khuen-Belasi Gandegg bei Eppan in Südtirol aus. Er studierte mit deren Unterstützung von 1885 bis 1887 an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Anlässlich der Weltausstellung zog es Mucha von München nach Paris –  zu dieser Zeit das Mekka in punkto Kunst und Gemälde. Dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen, nahm Unterricht bei verschiedenen Lehrern und hielt sich mit kleinen Aufträgen für Buchillustrationen über Wasser. Für kurze Zeit  hatte Mucha ein gemeinsames Studio mit Paul Gauguin. Gemälde und Kunstdrucke aus dieser Zeit bestehen aber kaum noch.

Den Durchbruch verschaffte Mucha erst Sarah Bernhardt, die bekannteste westliche Schauspielerin der Jahrhundertwende: Weihnachten 1894 war sie auf der Suche nach einem Künstler der ein Veranstaltungsplakat für das Theaterstück „Gismonda“ entwerfen sollte. Mucha bekam den Auftrag und so hingen über Nacht seine Gemälde überall in Paris. Sie waren so begehrt, dass fast alle von Liebhabern entfernt wurden, um wie Kunstdrucke die Wände der Kunstfreunde zu zieren. Letztlich ließen sie  ihn zu einem der begehrtesten Plakatmaler der Belle Époque werden.

1896 entwarf Mucha für Sarah Bernhardt als Kameliendame ein Plakat, das vielfach als einer der frühen Höhepunkte der Jugendstil-Grafik betrachtet wird. In dieser Zeit erstellte Mucha auch Entwürfe für Aktien und Obligationen, so für das Kaufhaus „Paris-France“, das 1898 in Paris gegründet wurde und bereits 1914 über mehr als 70 Filialen in ganz Frankreich verfügte. In der Zeit von 1898 bis 1946 wurden von dieser Gesellschaft 13 verschiedene Aktien und 16 verschiedene Obligationen im Mucha-Design herausgegeben. Von der „Société des Immeubles de France“ existieren zwei Obligationen aus den Jahren 1891 und 1896, ein Dokument gibt es von der „Société Anonyme de l’Exposition Réligieuse Internationale de 1900“ (Finanzierung einer religiösen Weltausstellung). Auch Versicherungspolicen der „Slavia“ (Gegenseitige Versicherungsbank in Prag) tragen eindrucksvoll Muchas unverwechselbare künstlerische Handschrift. Historische Wertpapiere dieser Gesellschaften zählen heute unter Sammlern zu den dekorativsten und gesuchtesten Kunstdrucke.

1901 wurde er zum Ritter der französischen Ehrenlegion. Ein Jahr darauf reist er mit dem französischen Bildhauer Auguste Rodin nach Mähren. 1904 ging Mucha für zwei Jahre in die USA, willkommen geheißen und gefeiert mit einer mehrseitigen Sonderbeilage der New York Times, und lehrte dort als Dozent an den Akademien für bildende Künste in New York, Philadelphia und Chicago. 1906 heiratete er in Prag Marie Chytilová, die er in Paris kennen gelernt hatte.

Nach dem Ersten Weltkrieg schwand sein Erfolg. Mucha ging zurück in die Tschechoslowakei, wo er weitere Gemälde und Kunstdrucke entwarf. So z. B. Briefmarken, Banknoten und Orden für den jungen tschechoslowakischen Staat. Im Auftrag eines südamerikanischen Millionärs schuf Mucha in 18 Jahren einen Zyklus von 20 monumentalen Gemälden; ein monumentales Epos über die Geschichte der slawischen Völker. Unter dem Titel Slawisches Epos sind die Bilder noch heute zu bewundern. Finanziell unabhängig, lebte er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern auf einem Schloss nördlich von Prag.

Einige seiner Kunstdrucke:

  • Moët & Chandon: Grand Crémant, 1899
  • Job , 1896
  • Le Pater – Endgültige Entwurfsskizze für die sechste allegorische Tafel, 1899
  • VI. Sokol Festival , 1912
  • Les Saisones, 1900
  • Slawisches Epos, Die Svantovit Feier auf der Insel Rügen, 1912

Albrecht Dürer

Der deutsche Maler Albrecht Dürer wurde am 21. Mai 1471 als Sohn eines Goldschmieds in Nürnberg geboren. Er gehört zu den bedeutendsten und vielseitigsten Persönlichkeiten der Kunstgeschichte. Dürers Kunstdrucke sind insbesondere aufgrund der historischen Ausdruckskraft beliebt. Gestorben ist der Künstler am 16. April 1528 in Nürnberg in Folge einer Malaria-Erkrankung.

Albrecht Dürers Kunst, die  entstand zur Zeit des Humanismus und der Reformation. Zunächst übte er bei seinem Vater den Beruf des Goldschmieds aus.  In dieser ersten Schaffensphase entstanden Zeichnungen und Kupferstiche. Die große Vielfalt Albrecht Dürers Kunstwerke fand hier ihren Anfang. Mit 15 Jahren lernte  Dürer bei dem Künstler Michael Wohlgemut. Hier entwickelte er seine Techniken weiter, für die er letztlich weltweiten Ruhm genoss.

Zu Dürers Techniken gehörten Kupferstiche, Holzschnitte, Zeichnungen, Radierungen, Aquarelle und Ölmalereien. Auch seine Motive waren vielfältig. Es finden sich Portraits, Landschaften, naturwissenschaftliche und besonders biblische Darstellungen in Albrecht Dürers Gemälden. Insbesondere die sakralen Motive sind als Kunstdrucke seit jeher beliebt. Inspiriert wurde die Vielfalt  Dürers Kunst auch durch seine Reisen nach Venedig und in mehrere Städte in den Niederlanden.

Hier finden Sie Bilder von Albrecht Dürer.

Er führte die Druckgraphik zu einem eigenständigen Ausdrucksmittel. Weltruhm erlangte der Kunsttheoretiker durch die zahlreichen sakralen Gemälde. Dürer war einer der produktivsten Techniker seiner Zeit, der die deutsche und niederländische Kunst entscheidend beeinflusste und weiterentwickelte. Auch als Mathematiker machte er sich einen Namen.

Albrecht Dürers Kunstwerke unterschieden sich von denen anderen Künstlern seiner Zeit.  Grund hierfür war wohl sein Selbstverständnis: Dürer sah sich selbst nicht mehr nur als Handwerker, sondern verstand sich als kreativer Schöpfer.

Zu Albrecht Dürers Gemälden gehören:

  • Selbstbildnis mit Landschaft (Madrid, Museo del Prado), 1498.
  • Bildnis des Oswolt Krel (München, Alte Pinakothek), 1499
  • Bildnis Elsbeth Tuchers (Kassel, Staatliche Museen Kassel, Gemäldegalerie Alte Meister), dat. 1499, Lindenholz 29,1 x 23,3 cm.
  • Selbstbildnis im Pelzrock (München, Alte Pinakothek), 1500.
  • Paumgartner Altar (München, Alte Pinakothek), nach 1503.
  • Anbetung der Könige (Florenz), dat. 1504.
  • Das Rosenkranzfest (Prag, Národní galerie/Nationalgalerie), dat. 1506, urspr. in Venedig, S. Bartolomeo.
  • Die Madonna mit dem Zeisig (Berlin, Staatliche Museen), 1506.
  • Adam und Eva (Madrid, Prado), 1507.
  • Bildnis eines jungen Mannes (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1507.
  • Marter der zehntausend Christen (Wien, Kunsthistorisches Museum), 1507.

Edgar Degas

Edgar Degas wird am 19. Juli 1834 in Paris als Hilaire Germain de Gas geboren. Nach der Schule studierte er Jura an der Sorbonne, was er schon nach einem Jahr abbricht um Schüler beim Salonmaler Louis Lamothe zu werden. An der École des Beaux-Arts trifft er Jean Auguste Dominique Ingres, einen Maler, der Degas sehr beeinflusste. Drei Jahre verbringt Degas in Italien um Werke alter Künstler zu studieren. Ab 1870 beschäftigt sich Degan mit dem Freilicht und kehrt dem Salon den Rücken zu und damit dem großen Erfolg. Jährlich stellt Degas seine Gemälde mit Impressionisten aus, seit er von seinem Aufenthalt bei seinem Bruder in New Orleans zurückgekehrt ist, doch distanziert er sich einige Jahre später wieder von dieser Gruppe. 1877 wendet er sich von der Ölmalerei ab und konzentriert sich auf Pastellmalerei, wobei Oper, Ballett und Pferderennen die Gegenstände der Edgar Degas Gemälde  sind.

Später benutzt Edgar Degas die Monotypie um seine Werke zu Realisieren und erarbeitet ein Verfahren, das es ihm ermöglicht den zweiten und dritten Abdruck zu verwenden indem er das Bild mit Pastellkreide vervollständigt. 1889 erblindet Degas und muss die Malerei einstellen. Eine neue Beschäftigung für ihn wird die Bildhauerei, deren Werke er um die Jahrhundertwende ausstellen kann. Es handelt sich um Frauenakte, Tänzerinnen und Pferde. Am 27. September 1917 stirbt Edgar Degas einsam in Paris.

Edgar Degas Gemälde zeichnen sich durch die Spontanität von Momentaufnahmen aus. Zeitgenossen waren nicht begeistert von der Idee Alltagsszenen in Gemälden zu verewigen, was ihm größeren Ruhm vorenthielt. 1912 wurde für das Edgar Degas Gemälde „Danseuses à la barre“ der höchste Preis erzielt, der bis dato in Frankreich für ein Werk eines lebenden Künstlers bezahlt wurde. Kunstdrucke ermöglichen es Liebhabern Degas Gemälde seine Kunst zu erschwinglicheren Preisen zu erstehen.

Wichtige Edgar Degas Gemälde

Generalprobe des Balletts auf der Bühne, zeigt Tänzerinnen auf der Bühne von einer Seitenloge aus.

Frau bei der Toilette, 1885, ist das Bildnis einer nackten Frau, die sich die Haare kämmt.

L’Orchestre de l’Opéra, zeigt ein andächtig-stilles Orchester im Graben, deren Mittelpunkt der spielende Oboist darstellt

Pablo Picasso

Der berühmte Maler, Graphiker und Bildhauer Picasso wird am 25. Oktober 1881 in Málaga geboren. Ab 1896 besucht er die Kunstschule in Barcelona und ein Jahr später beginnt er ein Studium an der Academia San Fernando in Madrid. Seine ersten Illustrationen werden 1900 in Zeitungen in Barcelona veröffentlicht.

1901 wird Pablo Picasso mit einem Freund zum Herausgeber der Zeitschrift „Arte Joven“. Im Jahre 1904 wandert er nach Paris aus, wo er seine Geliebte Fernande Oliver kennenlernt, die außerdem sein Modell wird. Neben seinen kubistischen Gemälden beginnt Pablo Picasso 1915 wieder damit realistische Porträts zu malen.

Als 1917 das Ballett „Parade“ aufgeführt wird, für das Picasso die Ausstattung erarbeitete, lernt er die Tänzerin Olga Koklowa kennen, die er 1918 heiratet. 1927 lernte Picasso Marie-Thérèse Walter kennen, die ihm Modell und Geliebte wird und 1935 ein Kind von ihm zur Welt bringt. Daraufhin trennt sich seine Ehefrau von ihm. 1943 geht er eine Beziehung mit Francoise Gilot ein, aus der zwei Kinder hervorgehen. Später bedient sich Picasso zusätzlich zur Malerei des Mittels der Lithographie um seine Gemälde anzufertigen und er widmet sich auch Keramiken. Am 8.April 1973 stirbt Pablo Picasso in Mougis.

Pablo Picasso gilt als einer der bedeutensten Künstler des 20. Jahrhunderts. Ihm wird die Begründung des Kubismus und großer Einfluss auf die Kunst der Moderne zugeschrieben und noch heute erfreuen sich seine Werke als Kunstdrucke großer Beliebtheit. Sein Lebenswerk umfasst Gemälde, Skulpturen, Keramiken, Zeichnungen und Grafiken. Pablo Picassos Gemälde  sind geprägt von der „blauen Periode“ und der „rosa Periode“. In der „blauen Periode“ reduzierte Picasso die Farben und Formen in seinen Gemälden. Die Hauptfarben dieser Schaffensperiode sind Blau- und Grüntöne und die Werke zeugen von der Melancholie ihres Schöpfers.
Die „rosa Periode“ zeichnet sich durch die Rosatöne aus und das Zurückdrängen der Melancholie. Picasso wandte sich hier inhaltlich dem Zirkus zu.

Berühmte Pablo Picasso Gemälde

Les Demoiselles d’Avignon, 1907, stellt fünf Prostituierte dar und befindet sich im Museum of Modern Art in New York City.

Guernica, 1937, hat die Zerstörung der spanischen Stadt Gernika als Gegenstand.

Junge mit Pfeife, 1905 markiert als Gemälde den Übergang der „blauen Periode“ zur „rosa Periode“.

Drei Musikanten, 1921, sind ein Werk in zwei Gemälden aus der Phase des synthetischen Kubismus. Sie zeigen sehr abstrahiert drei Menschen mit ihren Instrumenten.

Nackte, grüne Blätter und Büste, 1932, stellt die nackte Marie-Theréseè Walter dar.

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