Sandro Botticelli

Der italienische Renaissance-Maler Sandro Botticelli wird am 1. März 1445 als Alessandro do Mariano Filipepi in Florenz geboren. Der gelernte Goldschmied nimmt bei Filippo Lippi Malunterricht und auch andere Lehrer in Kupferstich und Bildhauerei folgen. Später bekommt Sandro Botticelli Aufträge vom Vatikan in Rom und Florentiner Familie Medici. Für die Medicis erarbeitete er unter anderem die Werke „Anbetung der Könige“ und „der Frühling“. Ihnen hat er auch seine große Nachfrage zu verdanken.

Die Themen der Gemälde von Sandro Botticelli sind biblische Szenen, Portraits und auch mythologische Inhalte. Seinen Erfolg hat er hauptsächlich seinen Madonnenbildern und weiteren biblischen Darstellungen zu verdanken. Von 1481 bis 1489 ist er mit anderen wichtigen Malern seiner Zeit damit beauftragt die Sixtinische Kapelle im Vatikan mit Fresken auszustatten. In den Figuren dieser Kapelle erkennt man die Fröhlichkeit und Sinnlichkeit der Renaissance. Sandro Botticelli illustriert Dantes „Göttliche Komödie“ mit etwa 100 Zeichnungen.

Einen Wendepunkt stellt die Verbrennung des Priors von S. Marco dar. Dieser hatte sich gegen die Prunksucht der Renaissance und speziell der Familie Medici ausgesprochen und endete damit auf dem Scheiterhaufen. Botticelli war, einigen Quellen zufolge, einer seiner Anhänger und nach dem Tod des Priors werden seine Gemälde düster und bedrückend. Michelangelo und Leonardo da Vinci übertreffen Sandro Botticelli später an Popularität. Doch auch Gemälde und Fresken von Botticelli sind als Kunstdrucke auch nach 500 Jahren noch gefragt und seine Geburt der Venus wird sogar in einem Monty Python Film zitiert. Ab 1500 ist es Sandro Botticelli nicht mehr möglich zu malen, was vermutlich auf eine Behinderung zurückzuführen ist. Seine Malerwerkstatt, die jeder bekannte Maler seiner Zeit hatte, legte die Arbeit hingegen nicht nieder. Er stirbt am 17. Mai 1510 in Florenz.

Sandro Botticelli Gemälde sind Zeugen der Frührenaissance und des Humanismus unter dem Einfluss von Lippi, Masaccio und Antonio Pollaiuolo. In seinen späten Arbeiten, nach dem Tod des Priors, greift er Teile der Gotik auf. Elemente Botticellis Gemälde tauchen später im Jugendstil wieder auf.

Wichtige Sandro Botticelli Gemälde

Maria mit dem Kind und singenden Engeln, 1487, ist ein rundes Gemälde mit der Mutter Gottes mit Kind in der Mitte, von Engeln umringt.

Die Geburt der Venus, 1486 zeigt die schöne Venus mit langem, windzerzausten, goldenen Haar in einer Muschel im Wasser nahe eines Ufers.

Der Frühling, 1485, bildet die Venus umringt von Personen vor einem düsteren Hintergrund ab.

Junger Mann mit einer Medaille, ist aus dem Nachlass des Kardinals Carlo de’Medici und zeigt einen Jungen Mann mit roter Haube und goldener Medaille vor der Brust.